Eine gemeinsame kreative Erfahrung an der Schnittstelle von Kunst, Design, Barrierefreiheit und sozialer Innovation.


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IDEALab (Inklusion, Design, Bildung und Kunst) ist ein Projekt des MediaLab der Universität Oviedo, das einen Raum für Experimentieren, Lernen und gemeinsames kreatives Arbeiten im Bereich der inklusiven Kunst schafft. Es bringt Studierende und junge Kreative aus den Bereichen Bildende Kunst, Design, Illustration, Darstellende Kunst und weiteren zeitgenössischen Disziplinen zusammen, um zu erforschen, wie digitale Werkzeuge neue Möglichkeiten eröffnen, Kunstwerke zu gestalten, zu vermitteln und erlebbar zu machen. Mithilfe von 3D-Scanning, 3D-Druck, Virtual Reality, digitaler Bearbeitung, Klang, Bild und sensorischer Interaktion schafft IDEA Lab neue Verbindungen zwischen zeitgenössischer Kunst, kultureller Barrierefreiheit und regionaler Identität.

Der erste Schwerpunkt des Projekts entsteht in Zusammenarbeit mit MACEAS in Langreo, einer Ausstellung zeitgenössischer Kunst mit Arbeiten von Schülerinnen und Schülern der Sekundarstufe. Ziel dieser Phase ist es, die Ausstellung zu überarbeiten, weiterzuentwickeln und inklusiver zu gestalten, sodass alle Menschen – unabhängig von ihren Fähigkeiten oder ihrer individuellen Wahrnehmung – sie als bedeutungsvolle Erfahrung erleben können. Dabei geht es nicht darum, Inhalte lediglich anzupassen, sondern grundlegend neu darüber nachzudenken, wie eine Ausstellung betrachtet, gehört, ertastet, durchschritten und verstanden werden kann.

Der zweite Schwerpunkt versteht IDEA Lab als kreatives Labor. In dieser Phase entwickeln die Teilnehmenden eigene Projekte, ausgehend von einer gemeinsamen Reflexion über den Körper: Was kann ein Körper sein? Wie verändert er sich? Welche Erinnerungen trägt er in sich? Wie steht er mit anderen Körpern in Beziehung? Und wodurch fühlt er sich einbezogen oder ausgeschlossen? Barrierefreiheit wird von Beginn an als grundlegender Bestandteil des kreativen Prozesses verstanden und bildet die Grundlage für eine zukünftige inklusive Ausstellung, die durch verschiedene ländliche Regionen Asturiens reisen soll.

Derzeit entwickelt sich dieser zweite Schwerpunkt anhand mehrerer Projekte der Teilnehmenden:

  • Yeray-Bosco präsentiert ein Projekt mit Zeitzeugnissen aus ländlichen Regionen, das den Erinnerungen älterer Frauen aus asturischen Dörfern gewidmet ist. In Interviews sammelt er Erzählungen über Kindheit, Arbeit, Fürsorge, den Wandel der Dörfer, Zukunftsvorstellungen und das Vermächtnis, das diese Frauen hinterlassen möchten. Einen besonderen Stellenwert nehmen dabei die Hände als Symbol für Erfahrung, Handwerk, Fürsorge, Zuneigung und Erinnerung ein – Hände, die gepflegt, gearbeitet, getragen und Wissen weitergegeben haben. Die Installation besteht aus taktilen Objekten mit integrierten Audiomodulen, die Besucherinnen und Besucher berühren können, um Ausschnitte dieser Erzählungen anzuhören.
  • Óscar Molero entwickelt ein illustriertes Aquarellbuch, dessen Hauptfigur eine Schnecke ist, die sich vom Zentrum ihres Hauses nach außen bewegt. Das Schneckenhaus fungiert zugleich als Körper, Zuhause und erzählerische Struktur und orientiert sich an einer logarithmischen Spirale, deren Abschnitte zu proportional angeordneten Räumen werden. Derzeit gestaltet Óscar dieses Schneckenhaus digital mit Procreate und untersucht unterschiedliche Präsentationsformen – von einem vollständigen architektonischen Grundriss des Innenraums bis hin zu einer Abfolge von Illustrationen, die den Weg der Figur nachvollziehbar machen. Seine Arbeit versteht den Körper als poetischen Ort des Wohnens, als Schutzraum, bewegliche Grenze und Raum der Veränderung.
  • Sara Segura entwickelt eine szenische und multisensorische Adaption von Warten auf Godot. Ihr Projekt untersucht, wie ein Theaterstück jenseits von Sprache und Sehen erfahrbar werden kann, indem Gerüche, Klänge, körperliche Interaktion sowie neue Beziehungen zwischen Darstellenden und Publikum einbezogen werden. Ziel ist es, dass jede Person das Werk entsprechend ihrer eigenen Wahrnehmungsfähigkeiten erleben kann, ohne auf eine einzige Form der Rezeption beschränkt zu sein.
  • Sara Ardura entwickelt ein Projekt zur künstlichen Evolution aus der Perspektive des Grafikdesigns. Dabei verbindet sie natürliche Evolution, technologische Anpassung und Empathie. Ausgehend von der Idee „Liebe bis zum Punkt der Erfindung“ versteht sie Hilfsmittel wie den Rollstuhl nicht nur als technische Lösungen, sondern als Erfindungen, die aus Fürsorge und dem Wunsch entstehen, die Möglichkeiten des menschlichen Körpers zu erweitern.

Der besondere Wert von IDEA Lab liegt im Zusammenwirken dieser unterschiedlichen Perspektiven. Mündlich überlieferte Erinnerungen treten in Dialog mit Klanginstallationen, Illustration erweitert sich zum digitalen Design, Theater verwandelt sich in eine multisensorische Erfahrung und Grafikdesign reflektiert Technologie als Erweiterung von Fürsorge.

Ausgehend von Asturien und in enger Verbindung mit seinen ländlichen Regionen entwickelt IDEALab eine Form zeitgenössischer Kunst, die barrierefrei, inklusiv und eng mit ihrem territorialen Kontext verbunden ist. Kunst wird dabei als Werkzeug verstanden, sensibles Wissen zu schaffen, Gemeinschaften zu stärken und neue Formen kultureller Teilhabe zu erproben.

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Residentes

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